Einordnung
Vier Wege zum Zahlungsziel. Und wo jeder von ihnen aufhört.
Ein Kunde will auf Rechnung kaufen. Dafür gibt es im Großhandel seit Jahrzehnten vier Wege. Jeder funktioniert, jeder hat eine Stelle, an der er aufhört zu funktionieren. Diese Seite zeigt die Stellen.
Übersicht
Dieselbe Bestellung, vier Verfahren.
Vier Verfahren, die verschiedene Zwecke erfüllen. Die Zeilen zeigen, was sie im selben Fall tun, nicht wer besser ist.
| Merkmal | Kundenkonto beim Händler | Warenkreditversicherung | Factoring | Ratenkauf im Bestellvorgang | Bankwardsvorgesehenes Modell |
|---|---|---|---|---|---|
| Wer prüft | Die Kreditabteilung des Händlers | Der Versicherer | Der Factor | Der Anbieter, je Bestellung | Vorfilter beim Händler, Prüfung und Entscheidung beim Kreditinstitut |
| Wann geprüft wird | Bei Kontoeröffnung, danach anlassbezogen | Turnusmäßig, nach Auskunftslage | Je angekaufter Rechnung | Im Bestellvorgang, vor dem Kunden | Vorab, vor dem Bestellpunkt, danach laufend neu |
| Woran das Limit hängt | Erfahrung des Händlers mit dem Kunden | Deckungszusage des Versicherers | Bonität des Rechnungsempfängers | Bewertung des einzelnen Vorgangs | Zahlungshistorie beim Händler, öffentliche Register, Bestellrhythmus |
| Wer trägt den Ausfall | Der Händler | Der Versicherer im gedeckten Teil, der Händler im Selbstbehalt | Der Factor, je nach Vertrag mit Rückgriff | Der Anbieter | Das Kreditinstitut auf dem finanzierten Teil |
| Wann der Händler sein Geld sieht | Nach Ablauf des Zahlungsziels | Nach Schadensfall und Prüfung | Nach Ankauf, abzüglich Gebühr | Nach Lieferung | Nach Lieferung |
| Was der Betrieb davon merkt | Nichts, solange das Limit reicht | Nichts, bis das Limit gekürzt wird | Die Abtretung auf der Rechnung | Eine Abfrage im Bestellvorgang | Den Rahmen, den er vorher schon kennt |
| Was es den Betrieb kostet | Nichts | Nichts | Nichts | Je nach Anbieter | Eine Gebühr auf den finanzierten Betrag, siehe Konditionen |
| Wo dieses Verfahren aufhört | Beim guten Kunden, der mitten im Bauvorhaben am Limit ist | Bei der Kürzung, die genau dann kommt, wenn es eng wird | Bei der Beziehung zum Kunden, der von der Abtretung erfährt | Bei der Ablehnung, die vor dem Kunden an der Theke passiert | Ohne Zustimmung des Betriebs geht nichts an das Kreditinstitut |
Die letzte Zeile ist der Punkt.
Jedes der vier bestehenden Verfahren entscheidet entweder zu spät, zu selten oder vor den Augen des Kunden. Der Vorfilter setzt davor an: bewertet wird der Bestandskundenstamm im Block, bevor jemand an der Theke steht.
Was die anderen Wege besser können.
Die Warenkreditversicherung deckt den Ausfall
Sie schützt eine bestehende Forderung des Händlers. Das leistet ein Vorab-Limit in dieser Form nicht.
Factoring verschafft sofort Liquidität
Es finanziert Forderungen, die schon entstanden sind. Ein Rahmen für künftige Bestellungen tut das nicht.
Das eigene Kundenkonto ist eingeführt
Es kostet den Kunden nichts und ist im Haus verstanden. Wer damit auskommt, braucht nichts anderes.
Wo wir nicht die Antwort sind.
Bei einem kleinen Kundenstamm
Wenn Sie unter fünfzig Kundenkonten führen und jeden Betrieb persönlich kennen, bringt ein Vorfilter wenig. Das ist Handarbeit, und Handarbeit ist bei der Größe besser.
Wenn nichts am Limit hängt
Wenn Ihre Ausfälle nahe null liegen und kein Kunde an seiner Grenze steht, gibt es nichts zu heben.
Bei privaten Bauherren
Das Modell ist auf gewerbliche Betriebe gebaut. Wenn Ihre Kunden überwiegend privat bauen, greift es nicht.
Fragen zur Einordnung.
Verwendete Daten- und Statistikquellen
- KSV1870
- OeNB Bank Lending Survey
- Statistik Austria
- ÖGK HFU-Gesamtliste
- BMF Scheinunternehmerliste
- Ediktsdatei der Justiz
Bankwards ist kein Kreditinstitut und trifft keine Kreditentscheidung. Kreditgeber ist ein Kreditinstitut mit EWR-Zulassung, das prüft, entscheidet und den Rahmen festlegt.
Rechnen Sie es an Ihrem Kundenstamm durch.
Im Erstgespräch schauen wir uns an, wie viele Ihrer Konten heute gedeckelt sind und was davon ein Vorab-Limit auffangen würde.
