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Fünf Abfragen, und Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben.

Österreich führt öffentliche Register, aus denen sich die Zuverlässigkeit eines Betriebs ablesen lässt. Jedes einzelne sagt etwas anderes, und jedes hat eine Grenze.

Die HFU-Gesamtliste der Gesundheitskasse

Die Liste der haftungsfreistellenden Unternehmen entstand für die Auftraggeberhaftung bei Bauleistungen. Wer darauf steht, hat seine Beiträge über einen längeren Zeitraum ordentlich abgeführt und keine offenen Rückstände. Wer sie verliert, fällt auf, lange bevor eine Bilanz das zeigt.

Für die Bewertung eines Betriebs ist das eines der stärksten Signale überhaupt, weil es an laufenden Zahlungen hängt und nicht an einem Stichtag im Vorjahr.

Die Scheinunternehmerliste des Finanzministeriums

Hier stehen Unternehmen, bei denen die Behörde rechtskräftig festgestellt hat, dass sie zum Schein bestehen. Das ist keine Bonitätsfrage, sondern eine Grundsatzfrage: mit einem gelisteten Unternehmen entstehen für den Auftraggeber eigene Haftungen.

Die Liste ist kurz und ändert sich selten. Genau deshalb ist eine Abfrage billig und der Nutzen im Einzelfall groß.

Die Ediktsdatei der Justiz

In der Ediktsdatei werden Insolvenzverfahren öffentlich bekannt gemacht: Eröffnung, Nichteröffnung mangels Vermögens, Sanierungsverfahren, Aufhebung. Für den Vorfilter ist nicht nur der laufende Fall interessant, sondern auch, ob im Umfeld eines Betriebs bereits Verfahren gelaufen sind.

Die Datei ist tagesaktuell. Ein Eintrag ist damit deutlich schneller sichtbar als in einer turnusmäßigen Auskunft.

Das Firmenbuch

Rechtsform, Gründungsdatum, Geschäftsführung, Stammkapital, Sitz, Änderungen. Das Firmenbuch beantwortet die Frage, wer der Vertragspartner überhaupt ist, und macht Wechsel in der Geschäftsführung sichtbar.

Für Einzelunternehmen ohne Eintragungspflicht bleibt hier eine Lücke, die über die Gewerbedaten geschlossen wird.

GISA, das Gewerbeinformationssystem

GISA zeigt, ob eine Gewerbeberechtigung aufrecht ist, seit wann, und ob sie ruhend gestellt oder entzogen wurde. Ein ruhendes Gewerbe bei einem Betrieb, der gerade Material für ein Bauvorhaben bestellt, ist ein Widerspruch, den man sehen will.

Zusammen mit dem Firmenbuch ergibt sich daraus, wie lange ein Betrieb tatsächlich tätig ist, unabhängig davon, wie lange er schon Ihr Kunde ist.

Was die Register nicht können

Kein Register sagt, ob ein Betrieb in vier Monaten zahlen kann. Sie zeigen Zustände und Ereignisse, keine Entwicklung. Ein Eintrag entsteht außerdem erst, wenn ein Verfahren läuft, und bis dahin vergeht Zeit.

Deshalb wiegt in der Bewertung die Zahlungshistorie beim Händler am stärksten, und die Register kommen danach. Umgekehrt wäre es ein Modell, das dem Betrieb Aktualität vorgaukelt, die es nicht hat.

Warum das in Deutschland und Schweden so nicht geht

Die Kombination aus einer Liste über abgeführte Sozialversicherungsbeiträge, einer amtlichen Scheinunternehmerliste, einer tagesaktuellen Insolvenzbekanntmachung und einem öffentlichen Gewerberegister gibt es in dieser Form in den Nachbarmärkten nicht.

Das ist der Grund, warum wir in Österreich anfangen und nicht in einem größeren Markt. Der Vorfilter ist auf diese Register gebaut, nicht auf eine allgemeine Bonitätsformel.

  • KSV1870
  • OeNB Bank Lending Survey
  • Statistik Austria
  • ÖGK HFU-Gesamtliste
  • BMF Scheinunternehmerliste
  • Ediktsdatei der Justiz

Sehen Sie den Lauf an Ihrem eigenen Kundenstamm.

Im Erstgespräch zeigen wir, welche Signale in welcher Reihenfolge zusammenkommen und was am Ende dabei herauskommt.

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